19. November 2018

Schulprofil

STANDORTSPEZIFISCHES SCHULPROFIL

 

 

  1. KERNDATEN ZUR SCHULE

 

  1. Organisationsstruktur (Anzahl der Klassen, SchülerInnen, LehrerInnen, Angaben über Schulformen und Schwerpunkte, Tagesbetreuung, 5/6-Tage-Klassen etc.)
  • Bezeichnung der geführten Schultypen: „Bundesrealgymnasium und Bundesoberstufenrealgymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung für Studierende der Musik“, kurz ,,Musikgymnasium Wien (MGW)“ genannt.
  • Das Musikgymnasium ist die Sonderform einer AHS, die im Ausmaß der Unterrichtsstunden, im Lehrplan und in der Stundenplangestaltung die parallele intensive instrumentale Ausbildung der SchülerInnen an einer Musikschule, einem Konservatorium oder an der Universität für Musik und darstellende Kunst berücksichtigt und daher eine angemessene Übungszeit für das Instrument ermöglicht. Eine sinnvolle Balance zwischen Musik und Allgemeinbildung ist oberster Grundsatz dieses Bildungsweges, der in der Schule eine gegenseitige Achtung der beiden Bildungsbereiche erfordert.
  • Die Schule führt derzeit 23 Klassen, davon 8 Klassen RG Unterstufe (4-jährig, Schulversuch), 8 Klassen RG Oberstufe (4-jährig, Schulversuch), 7 Klassen ORG (5-jährig, Regelschule) mit insgesamt rund 520 SchülerInnen sowie 60 LehrerInnen.
  • Der Unterricht wird nur vormittags abgehalten, damit die SchülerInnen am Nachmittag genügend Zeit für den Unterricht und das Üben des verpflichtenden Instruments haben. Es finden nur freiwillige Zusatzangebote (Unverbindliche Übungen, Freifächer, sonstige freiwillige Projekte) am Nachmittag statt.
  • Das ORG wird in einer 5-Tage-Woche geführt, alle RG-Klassen haben eine 6-Tage-Woche (schulautonome Entscheidung).
  • Im Oberstufenrealgymnasium wird der Lehrstoff von 4 Schulstufen auf 5 Schulstufen aufgeteilt. Im 8-jährigen Realgymnasium werden die Schwerpunktfächer eines Realgymnasiums (realistische Gegenstände) und eines Gymnasiums (3. Fremdsprache) durch einen verstärkten Unterricht in Musikkunde ersetzt.
  • Anstelle von Musikerziehung wird Musikkunde mit einem eigenen Lehrplan (4 bis 6 Wochenstunden pro Schuljahr) als Schularbeitsfach unterrichtet. In diesem Gegenstand werden in der Unterstufe die Grundkenntnisse der Musiklehre bearbeitet, in der Oberstufe werden die Lehrinhalte den musiktheoretischen Fächern eines Konservatoriums, der Universität für Musik und darstellende Kunst bzw. der Musik und Kunst Privatuniversität angenähert. Das praktische Musizieren in Chor und Orchester ist verpflichtender Teilbereich des Unterrichts in Musikkunde (öffentliche Konzerte u.a. im Großen Musikvereinssaal) und dient in besonderer Weise der Vorbereitung auf die musikalische Berufswelt.
  • Anrechnungen des Unterrichts von Musikkunde im Musikgymnasium für Lehrveranstaltungen an der Universität für Musik und darstellende Kunst bzw. an der Musik und Kunst Privatuniversität sind seit der Novelle 2009 des UOG möglich, die Details sind auf der MGW Homepage veröffentlicht. Letztendlich entscheiden die Universitäten, welche Teile anerkannt werden. Von schulischer Seite werden nur Noten der TeilnehmerInnen von „Musikkunde Intensiv“ an weiterführende Ausbildungsinstitute gemeldet. Allenfalls müssen Nebenfächer der Studieneingangsphase in Form von Dispensprüfungen absolviert werden. Die Musikschulen anerkennen den Musikkundeunterricht der Unterstufe für ihre theoretischen Ergänzungsfächer.
  • Tagesbetreuung: Die Tagesbetreuung findet für die Unterstufe an 5 Tagen bis 16:10 Uhr statt. Im Frühjahr 2012 wurde sie durch das BMBF mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.

 

  1. SchülerInnen – Eltern (allfällige zusätzliche Eignungsvoraussetzungen, z.B. für musischen/sportlichen Schwerpunkt, Haupteinzugsgebiet der Schule, soziokulturelle Daten etc.)
  • Eingangsvoraussetzung ist das Studium eines Musikinstruments oder ein Gesangsstudium an einer Musikschule, einem Konservatorium mit Öffentlichkeitsrecht oder an einer Universität für Musik. Das Interesse von SchülerInnen und Eltern für eine Aufnahme am Musikgymnasium ist derzeit größer als die verfügbaren Kapazitäten, was zu einer genauen Auswahl der AnwärterInnen führt. Für die Aufnahme ist ein musikalischer Eignungstest notwendig.
  • Das Musikgymnasium ist die einzige Schule dieses Typs in Wien. Die SchülerInnen kommen aus allen Bezirken Wiens und den umliegenden Bundesländern. Aufgrund des Schwerpunkts sind auch viele SchülerInnen aus dem Ausland eingeschrieben, die in Wien Musik studieren.
  • Für SchülerInnen, deren Hauptwohnsitz nicht in Wien ist, besteht eine Wohnmöglichkeit mit Musik-Übungsräumen im Bundesschülerheim 1130 Wien, Himmelhofgasse 17-19, Tel.: 877-12-45 oder 877-65-30.
  • Ungefähr 20% der SchülerInnen haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Die Multikulturalität wird im Musikgymnasium als besondere (auch musikalische) Bereicherung angesehen. Für diese SchülerInnen wird bei der Anmeldung ein zusätzlicher externer Deutschkurs empfohlen. An der Schule selbst werden grundlegende Kenntnisse und Sprachfertigkeiten in verpflichtenden Deutschförderkursen vermittelt und zusätzlich wird für Fortgeschrittene, nach Unterstufe und Oberstufe getrennt, eine unverbindliche Übung „Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache“ angeboten.
  • Die Schule wird auch immer wieder von „GastschülerInnen“ aus dem Ausland besucht.
  • Wir sind sehr stolz auf das besonders familiäre Schulklima.

 

  1. LehrerInnen (für die Schule relevante zusätzliche Ausbildungen und Qualifikationen)
  • Die LehrerInnen der Schule verfügen über zahlreiche zusätzliche Ausbildungen und Qualifikationen (z.B. BetreuungslehrerIn im Unterrichtspraktikum, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Leseförderung, Theaterpädagogik, Kinesiologie, Schilehrwart uvm.); darüber hinaus sind zahlreiche LehrerInnen auch in der universitären Ausbildung, an Pädagogischen Instituten oder als ReferentInnen von Fortbildungsveranstaltungen tätig.

 

  1. Schulisches Umfeld (Verkehrssituation, Erreichbarkeit, außerschulische Bildungsangebote in der Region etc.)
  • Die Schule hat ein sehr großes Einzugsgebiet, das sich über ganz Wien, aber auch andere Bundesländer erstreckt. Die SchülerInnen haben dementsprechend sehr lange Schulwege und sind auf ein funktionstüchtiges öffentliches Verkehrsnetz angewiesen.
  • Aufgrund der relativ zentralen Lage besteht eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U2, U3, U6, 13A,48A, 2, 5, 33, 46, 49.

 

  1. Bauliche Gegebenheiten (Raumangebot, Ausstattungsbesonderheiten, bauliche Vorhaben in naher Zukunft in Absprache mit dem Schulerhalter etc.)
  • Das Schulhaus ist ein historisch wertvoller Altbau aus dem 19. Jahrhundert.

Im Schuljahr 2008/2009 fanden umfangreiche Zu- und Umbauarbeiten statt. Die Schule hat jetzt zusätzlich einen großen Turnsaal, einen Zubau mit einem Werksaal, einen SchülerInnenaufenthaltsraum sowie zwei zusätzliche Klassenräume. Weitere bauliche Veränderungen waren die Neugestaltung des LehrerInnenzimmers und der Direktion, der behindertengerechte Ausbau des Schulhauses (stufenfreier Eingang, Liftanlage), sowie die Errichtung von feuerpolizeilich vorgeschriebenen Brandabschnitten.

  • Fast alle Klassen sind mit Akustikdecken, Wasserbecken und audiovisuellen Medien ausgestattet. Die Fußböden, Fenster, Heizung, Elektroinstallationen sowie WC-Anlagen (teilweise auch behindertengerecht) wurden in den vergangenen Jahren erneuert. Notwendige Adaptierungsarbeiten erfolgen laufend.
  • Die Schule verfügt über eine multimediale Schulbibliothek.
  • Im Bereich der neuen Medien besitzt die Schule zwei Informatikräume, von denen einer dem musikalischen Schwerpunkt gewidmet ist und die Möglichkeit bietet, computergestütztes Arbeiten im Musikunterricht durchzuführen (Gehörbildung, Tonsatz, Arrangieren, Komponieren usw.), sowie einen fahrbaren Laptopwagen für den mobilen Einsatz. Das komplette Schulgebäude wurde im Schuljahr 2014/15 mit einem neuen WLAN-Netz ausgestattet. Alle Klassenräume wurden mit interaktiven Beamern ausgerüstet.
  • Derzeit gibt es aufgrund fehlender Klassenräume jährlich ein bis zwei Wanderklassen.

 

  1. ANGABEN ZUR PÄDAGOGISCHEN POSITION

 

  1. Besondere Angebote der Schule ( Fremdsprachen, Sport, musischer Bereich, natur-wissenschaftlicher Bereich, IKT, bilingualer Unterricht, lebende Fremdsprache als Arbeitssprache, Integrationsklassen, Begabungsförderung)
  • Fremdsprachen: Englisch ab der 1. Klasse, Französisch oder Latein ab der 5. Klasse, Italienisch und Spanisch (Unverbindliche Übungen), Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (Unverbindliche Übung, verpflichtend für außerordentliche SchülerInnen nichtdeutscher Muttersprache); SprachassistentInnen (native speakers) für Englisch und Französisch im jährlichen Wechsel; Angebot eines Freifachs „Kompetenztraining Englisch“.
  • Der Unterricht in Bewegung und Sport nimmt auf besondere Weise Rücksicht auf die Erfordernisse von MusikerInnen (gezieltes Aufwärmen, Haltungsturnen als Ausgleich für muskuläre Dysbalancen aufgrund der einseitigen Belastung beim Musizieren, Spielen mit weichen Bällen usw.). Schwimmen gilt als besonders schonende und gesunde Form von ausgleichender Bewegung. In Bewegung und Sport wird fallweise auch Tanz als verbindendes Element zwischen Sport, Musik und künstlerischem Ausdruck gepflegt (Einladungen von TanzpädagogInnen). Fallweise werden ausgewählte ReferentInnen aus dem Bereich Physiotherapie und Orthopädie zu Vorträgen eingeladen. Als Unverbindliche Übungen werden dzt. „Ballspiele“ und „Modern Jazzdance“ angeboten.
  • Schwerpunkt der Schule ist naturgemäß der Bereich Musik mit besonders vielen Angeboten: 4-6 Wochenstunden Musikkunde pro Schuljahr, Chor, Orchester, Stimmbildung, Kammermusik, Popularmusik, Gehörbildung als Vorbereitung zur Aufnahmeprüfung an Universitäten, Einführung in die Jazzharmonielehre. Mehrere größere und kleinere Projekte pro Schuljahr (eigene Konzerte, zahlreiche Mitwirkungen und Auftrittsmöglichkeiten für die schuleigenen Ensembles, Teilnahme an Wettbewerben usw.) sind teilweise im Lehrplan vorgeschrieben.
  • Die Zuteilung der SchülerInnen zu den Praxisgruppen Chor und Orchester erfolgt durch die zuständigen MusikprofessorInnen. Dabei werden – insbesondere im Zusammenhang mit Instrumental-Ensembles – folgende Überlegungen in den Entscheidungsprozess mit einbezogen:
    1. der Stand der Ausbildung (eventuelle Kontaktnahme mit dem InstrumentallehrerInnen),
    2. das Bewusstsein, dass die Bildung von Ensembles für eine sinnvolle musikalisch-pädagogische Arbeit unverzichtbar ist,
    3. die Maßgabe freier Plätze in den jeweiligen Praxisgruppen.
  • Künstlerischer Höhepunkt ist das alljährlich im Großen Musikvereinssaal oder im großen Saal des Wiener Konzerthauses stattfindende Musikfest, bei dem große Chor- und Orchesterwerke – oft unter Mitwirkung internationaler Dirigenten und SolistInnen – von den schuleigenen Ensembles aufgeführt werden. Bei der Erarbeitung des Programms wurde zunehmend auch die Idee von „Vermittlungskonzerten“ verfolgt. Es gab dazu bereits vielversprechende Projekte in Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus St. Pölten („Schöpfung“, „Carmina Burana“, 7.Symphonie von Beethoven) und der Musik und Kunst Privatuniversität (Brahms „Ein Deutsches Requiem“). Diese Zusammenarbeit wurde im Schuljahr 2013/14 mit Haydns „Jahreszeiten“ fortgesetzt.
  • Die Unterstufe hat bereits mehrmals an Musiktheaterprojekten in Kooperation mit der Jeunesse (Mozart-Opern, Tristan Schulze „Der Bär“) und dem Festival netzzeit (Welturaufführung der Kinderoper „Camilo Chamäleon“ von Max Nagl und Reinhard Palm) mitgewirkt.
  • Im Schuljahr 2012/13 und 2013/14 fand eine Kooperation mit der Wiener Staatsoper statt (W. Henze „Pollicino“).
  • Derzeit gibt es eine Kooperation mit dem Theater an der Wien. Diese umfasst sowohl gemeinsame Produktionen (2014/15 „Figaro Royal“, 2015/16 Capriccioso, 2016/17 Die Leiden des jungen Faust, 2017/18 Shakespeare, ein Jugendtraum) als auch die Möglichkeit für SchülerInnen des Musikgymnasiums Generalproben zu besuchen.
  • Im Schuljahr 2013/14 wurde in Zusammenarbeit zwischen den MusikerInnen der Popularmusik des Musikgymnasiums und Kerschbaums TONVOLL das Musical „fariba“ von Stephan Kerschbaum im Muth aufgeführt.
  • Am 19. Oktober 2014 feierte das Musikgymnasium sein 50 Jahre Jubiläum mit einer Festmatinee in der Wiener Staatsoper. Am Programm stand Richard WAGNER
    Vorspiel zur Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“; Wolfgang Amadeus MOZART Sinfonia concertante in Es-Dur für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 297b und Ludwig van BEETHOVEN, Ode an die Freude, Vierter Satz der 9. Symphonie in d-Moll, op. 125. Der Chor des Musikgymnasiums Wien, Mitglieder des Wiener Staatsopernchores, das Orchester des Musikgymnasiums Wien und Mitglieder der Wiener Philharmoniker musizierten unter der Leitung von Christian Thielemann.
  • Die Begabungen der SchülerInnen im musikalischen Bereich werden sehr individuell beobachtet, unterstützt und gefördert. Ein Fachkoordinator für Musik sowie alle MusiklehrerInnen wenden viel Zeit für Beratungen, das Herstellen von Kontakten und die Zusammenarbeit mit den InstrumentallehrerInnen auf. Der Aufgabenbereich der Fachkoordination reicht von der Kooperation mit den instrumentalen Ausbildungs-institutionen über Planung und Management von Veranstaltungen und der innerschulischen Organisation bis zur Öffentlichkeitsarbeit.
  • Im weiteren künstlerischen Bereich: Unverbindliche Übung Bildnerisches Gestalten, um das Fehlen von Bildnerischer Erziehung im ORG etwas abzufangen, Darstellendes Spiel (geleitet von einer externen Theaterpädagogin) mit Schwerpunkt auf Improvisationstheater.
  • Im Bereich der Naturwissenschaften wird lehrplanbezogen besonders auf den Schwerpunkt Musik Rücksicht genommen. Z.B. wird der Bereich Akustik in Physik und für den Bereich der Hörphysiologie in Biologie in inhaltlicher Absprache mit dem Institut für Wiener Klangstil unterrichtet.
  • IKT – Informations- und Kommunikationstechnologie: Seit dem Schuljahr 2005/06 wird IKT in den 1. Klassen gekoppelt an ein Trägerfach (z.B. Mathematik) während des 1. Semesters unterrichtet. In den 5. Klassen wird im Informatikunterricht besonders auf Anwendungen für den Musik(produktions)bereich eingegangen.
  • Integration findet an unserer Schule in einem etwas anderen Sinne als dem gewohnten statt: Wir geben Kindern und Jugendlichen, die durch ihre instrumentale Ausbildung manchmal zur Vereinzelung neigen, einen gemeinsamen sozialen und musikalischen Rahmen.

 

  1. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit (Reformpädagogik, Soziales Lernen, Offenes Lernen, lernzielorientierte Leistungsbeurteilung, Projektunterricht etc.)
  • Grundidee ist der Aufbau einer möglichst breiten Basis von musikalischem Nach­wuchs durch ein frühzeitiges Wecken von Interesse für unseren speziellen Schultyp sowie die frühzeitige Förderung der musikalischen Begabung der einzelnen SchülerInnen. Der intensiven instrumentalen Ausbildung am Instru­ment wird Rechnung getragen und in der Unterrichtsarbeit aller schulischen Gegen­stände entsprechend berücksichtigt. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wird gezielt um musikalisch ambitionierte SchülerInnen geworben (z.B. Tag der Offenen Tür).
  • Projektunterricht wird am Musikgymnasium sehr intensiv gepflegt. Dazu zählen nicht nur ganz große Projekte wie Sprachreisen in Englisch, Französisch, Latein, Sportwochen, musikalische Probenwochen, allgemeinbildende Projekttage am Schulschluss usw., sondern viele kleinere, fach- und themenbezogene Projekte und Lehrausgänge während des ganzen Schuljahrs.
  • Förderkultur/Projekt LUST „Lernen und Selbstständigkeit trainieren“.
  • Die Unverbindliche Übung „Konflikttraining“ versucht SchülerInnen die Kompetenzen zur Peer-Mediation zu vermitteln.
  • Im Bereich der Offenen Lernformen beschäftigen sich einige LehrerInnen intensiv mit dem Ausbau der Möglichkeiten. Schwerpunkte dabei sind neben Offenem Lernen auch Eigenverantwortliches Lernen nach Klippert sowie Drama in Education.
  • Der Bereich „Politische Bildung“ besitzt am Musikgymnasium einen hohen Stellenwert im Unterricht. Darüber hinaus trägt eine Unverbindliche Übung „Kulturelle Bildung“ dazu bei, SchülerInnen an Themen und Beispielen aktueller Problemstellungen aus dem gesellschaftlichen, künstlerischen und politischen Leben zur Meinungsbildung und kritischen Reflexion anzuregen.
  • Die Unverbindlichen Übungen: Vorwissenschaftliche Modulveranstaltungen (Allgemeines zur vorwissenschaftlichen Arbeit, Von der Idee zum Thema, Bibiliothekspraktikum, Vorbereitung am PC und Präsentationstechnik) sollen SchülerInnen besonders auf die „Vorwissenschaftliche Arbeit“ im Rahmen der neuen Reifeprüfung vorbereiten.
  • Folgende Unverbindliche Übungen werden seit dem Schuljahr 2012/13 angeboten: Kompetenztraining Mathematik, Projektmanagement und Medienkompetenz. Ein Überblick über alle Freigegenstände und Unverbindlichen Übungen ist jeweils für das aktuelle Schuljahr auf unserer Homepage veröffentlicht.
  • Fallweise werden je nach Bedarf Förderkurse eingerichtet.
  • Coachingstunden: Seit dem Schuljahr 2015/2016 werden Coachingstunden für SchülerInnen angeboten, die aus musikalischem Grund (Konzerte, Wettbewerbe, usw.) vom Unterricht freigestellt sind. Diese Coachingstunden ermöglichen ein fundiertes Nachholen des versäumten Unterrichts durch Unterstützung von FachkollegInnen und stellen somit einen weiteren Beitrag zur musikalischen Förderung unserer SchülerInnen dar.
  • Differenzierte Förderung und Individualisierung: siehe eigenes standortspezifisches Förderprofil (ebenfalls auf der Schulhomepage verfügbar).

 

  1. Schulentwicklung, Projekte und Innovationen (z.B. Projekte zur Schulentwicklung, Anwendung schulautonomer Bestimmungen, Schulversuche, überregionale und internationale Projekte)
  • Verschiedene temporäre Arbeitsgruppen widmen sich Anlass bezogen der Verbesserung der Schulorganisation (z.B. Klassenvorstandsgruppe, Hausordnung, Verhaltensvereinbarungen/Disziplinarkomitee usw.).
  • Im Rahmen der Schulentwicklung hat sich das Musikgymnasium, im Zusammenhang mit der Initiative des BMBF „SQA – Schulqualität Allgemeinbildung“, den Schwerpunkt „fächerübergreifender Unterricht“ gesetzt. In diesem Zusammenhang finden diverse fächerübergreifende Projekte und themenspezifische Projekttage in der Oberstufe statt.
  • Folgende Schulversuche sind derzeit eingerichtet: Realgymnasium Unterstufe und Oberstufe (8-jährige Langform).
  • Der Austausch mit den anderen österreichischen Standorten von Musikgymnasien (jährliche 2-tägige Tagung der Musikgymnasien Österreichs) und allen musikalischen Partnerinstitutionen findet rege statt. Zentrale Bestandteile sind Kontakte mit musikalischen Schwerpunktschulen im Rahmen der AEM (Arbeitsgemeinschaft Europäischer Musikgymnasien) aus dem Bereich der Europäischen Union, Teilnahme an fachspezifischen Kongressen. Erfahrungsaustausch auf musikalischer Ebene mit den Nachbarländern, Partnerschule in Japan.

 

  1. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung (z.B. Entwicklung eines Schulprogramms, Selbstevaluation durch die LehrerInnen, Feedbackkultur, Bildungsdokumentation)
  • Zur Optimierung organisatorischer und pädagogischer Bereiche sind zahlreicher Arbeitsgruppen (Fachgruppen, MusikerInnenbesprechungen, Arbeitsgruppe der Klassenvorstände, Klassenkonferenzen usw.) regelmäßig im Einsatz.
  • Es werden mehrmals pro Schuljahr Sitzungen des Schulgemeinschaftsausschusses abgehalten.
  • Es finden regelmäßig pädagogische Nachmittage, SCHILF-Veranstaltungen (schulinterne Lehrerfortbildung) mit jährlich wechselnden Themen statt.
  • Es besteht ein reger Transfer aktueller Forschungsergebnisse durch Erfahrungsaustausch mit öffentlichen Institutionen z.B. durch Kontakte zur TU, zum Institut für Wiener Klangstil, zu physikalischen Instituten der Universität Wien und Einbindung von universitären Projekten in den Unterricht.
  • Ebenso finden regelmäßig Informationsveranstaltungen in der Maturaklasse durch die Universität Wien, AMS, Fachhochschulen, Bewerbungshilfen auf Initiative der BildungsberaterInnen statt.

 

  1. Kooperation mit schulischen und außerschulischen Institutionen (z.B. horizontale und vertikale Kooperation mit anderen Schularten, Volkshochschulen, universitären Institutionen, Einrichtungen der Wirtschaft)
  • Intensive Kontakte zu den musikalischen Ausbildungsinstituten der SchülerInnen (Universität, Konservatorium, Musikschule), regelmäßige Zusammenkünfte von VertreterInnen dieser Institutionen zum gegenseitigen Austausch sowie zur konkreten Planung von gemeinsamen Projekten.
  • Kontakte zu Chor- u. Orchestervereinigungen in Wien (Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Singverein, Arnold Schönberg-Chor u.a.), sowie zu führenden Persönlichkeiten der Wiener Musikszene.
  • Patenschaft der Wiener Philharmoniker über das Musikgymnasium zur Förderung des Musikernachwuchses.
  • Zusammenarbeit mit „Kultur Kontakt Austria“ zur Förderung von Projekten mit kreativem Schwerpunkt.
  • Ausstellungs- und Betriebsbesuche im Rahmen von Lehrausgängen und Exkursionen (Berufsorientierung).
  • Theater- (Deutsch, Englisch, Französisch), Konzert- und Probenbesuche.
  • Teilnahme an Festivals mit der Theatergruppe.
  • Diskussion mit PolitikerInnen und Einladung von externen ReferentInnen zu verschiedensten Themenbereichen.
  • Gewalt- und Suchtprävention in Form von Klassenprojekten.
  • Konsequente Öffentlichkeitsarbeit.
  • Interkulturelle Projekte: z.B. die Kooperation im Rahmen eines schulübergreifenden interkulturellen Projekts mit der Berufsorientierten Islamischen Fachschule für Soziale Bildung der Islamischen Religionsgemeinde Wien im Rahmen eines „Pilgrim-Projekts“.

 

III. ANGABEN ZUR SCHULPARTNERSCHAFT

 

  1. Schulpartnerschaftliche Aktivitäten (z.B. SGA, andere informelle Gruppen)
  • Regelmäßige Sitzungen des Schulgemeinschafts- und des Elternvereinsausschusses. Motto der Kooperation: beratend – unterstützend – kontrollierend. Frühzeitige Diskussion von möglichen Problemen, gemeinsame Suche nach Lösungen.
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde des Musikgymnasiums bei musikalischen Veranstaltungen.

 

  1. Darstellung gemeinsamer Aktivitäten (z.B. gemeinsame Veranstaltungen von Erziehungsberechtigten, SchülerInnen, LehrerInnen innerhalb und außerhalb des Unterrichts, Peer – Mediation etc.)

Im Folgenden eine Auswahl (alphabetisch):

  • Ausstellungsbesuche
  • Benefizkonzerte
  • Berufsorientierung
  • Elterninformationsabende
  • Gemeinsam gestaltete Elternabende (mit musikalischer Umrahmung)
  • Homepage (Informationen, Downloads, Supplierplan, Gästebuch, Diskussionsplattform usw.)
  • Schulball, Soiree, fallweise Schulfeste
  • Klassenabende
  • Konzertreisen mit verschiedenen Ensembles im Inland und ins Ausland
  • Lerntrainingskurse (z.B. Unverbindliche Übung „Lernen lernen“ in der Unterstufe)
  • Projekttage und –wochen im Inland
  • Schnuppertag für die künftigen SchülerInnen der neuen 1. und 5. Klassen, Patenschaft einer Oberstufenklasse für die Kinder der 1. Klasse
  • Schüleraustausch und Auslandsprojektwochen
  • Selbstverteidigungskurse in den 3. und 6. Klassen
  • Sportfest, Sportwettkämpfe, Sommer- und Wintersportwochen
  • Sprachreisen
  • Tag der offenen Tür
  • Teambildungstage für die 1. und 5. Klassen
  • Theaterbesuche, auch englisch- und französischsprachige Theatervorstellungen
  • Vortragsabende zu bestimmten Themen
  • Wettkämpfe (z.B. Mathematikolympiade)
  • Workshops (z.B. „Experimentelles Komponieren“ usw.).

 

  1. ANGABEN ÜBER ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN

 

Kurz – und längerfristige Ziele der Schule (z.B. Schwerpunktsetzung in der Oberstufe, Schulversuche, Maßnahmen zur Begabungsförderung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Einsatz von IKT im Unterricht, Englisch als Arbeitssprache, Schulpartnerschaften etc.)

Das Musikgymnasium bemüht sich längerfristig um eine qualitative Absicherung des musikalischen Schwerpunkts in einer guten Balance zu einer umfassenden Allgemeinbildung. Das verlangt sowohl eine ständige Profilierung und Weiterentwicklung des Schwerpunkts Musik sowie der praktischen und theoretischen Lehrinhalte, als auch die Evaluation des Verhältnisses zu aktuellen Entwicklungen.

Ein mittelfristiges Ziel ist die Übernahme des Schulversuchs „Realgymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung für Studierende der Musik“ in das Regelschulwesen.

Die Erhaltung der Tradition bei kontinuierlicher Weiterentwicklung und Innovation ist eine Herausforderung für die Zukunft, der sich die Schulpartner mit großer Energie stellen.

 

(Wien, 2018)